Biblisches Wort zum April
Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Markus 16,15 (E)
Diesen Auftrag erteilte Jesus seinen Jüngern, als die elf beisammensaßen, und er sich ihnen nach seiner Auferstehung offenbarte. Martin Luther gab der Parallelstelle in Mt 28, 19-20 die Überschrift "Missionsbefehl", und so finden wir denn auch die Losung als Inschrift am Haus des Berliner Missionswerks.
Aber was bedeutet Mission für uns? Zunächst beginnt das "Hinausgehen in die ganze Welt" vor unserer Haustür, in unserem unmittelbaren Umfeld, in dem wir oft von anders- oder ungläubigen Menschen umgeben sind. Hier ist es notwendig, den eigenen Glauben zu vertreten. Nicht zuletzt kennt auch der Islam den Auftrag zu missionieren.
Dann können sich vielleicht Ältere unter uns an eine Tradition in der Kapernaum-Gemeinde, das "Büchsenfest", erinnern, bei dem (Klein-)Geld, das jeder Gläubige ein Jahr lang gesammelt hatte, abgegeben und für die Mission zur Verfügung gestellt wurde. Dies war sicherlich ein Weg, die offizielle Missionsarbeit zu unterstützen. Denn es fühlen sich nur wenige Menschen berufen und sehen sich in der Lage, zu fremden Völkern aufzubrechen und ihnen - vielleicht unter Lebensgefahr - die frohe Botschaft zu bringen.
Umso wichtiger ist die Missionsarbeit, die z.B. durch das Berliner Missionswerk überall auf der Welt geleistet wird und inzwischen viele Gesichter hat. Diese Arbeit können wir unterstützen.
Mit einer kleinen Gruppe hatten wir im September 2008 Gelegenheit, Menschen in der Kalahari/Botswana zu besuchen, denen die Missionarin Anneliese Lüling den Glauben gebracht hatte. Infolge ihrer Pensionierung hatten diese Menschen teilweise seit 20 Jahren keine geistliche Betreuung mehr. Dennoch hielten sie mithilfe von Gemeindeältesten oder Betschwestern ihren Glauben aufrecht und widerstanden dem Geisterglauben und der Magie, die ihnen große Angst einflößten. Hier wurde dafür Sorge getragen, dass ein einheimischer Pastor die geistliche Betreuung übernahm.
Nicht zuletzt sollten wir für die Menschen in den Missionsgebieten beten. Und wenn wir dies tun, so ist es keine Einbahnstraße, - denn sie beten auch für uns!
Brigitte Gerlach