Cantate Domino

Ein Chor versammelt sich seit Jahren,
erfahren, sowie unerfahren;
es formte ihn mal Waib, mal Mann,
´ne Stimme viel erdulden kann!

Die Noten mit und ohne Hals,
richtig und klar zu treffen galt´s,
die and´ren Stimmen gelten lassen,
das fällt besonders schwer den Bassen,
(mit „ä“ hätte es sich nicht gereimt)
nicht zu versinken in den Noten,
umsonst verrenkt sich sonst die Pfoten,
derjen´ge, der den Taktstock schwingt
und ständig hofft, dass schön es klingt.

Und jede Stimm´ hat and´re Töne,
das ist an Chormusik das Schöne.
Und aus der Vielzahl aller Stimmen
darf einer dann ein Kunstwerk trimmen.
Mal Leis, mal Laut, mal Hoch, mal Tief,
mal engelhaft und mal lasziv!

Die Kunst der Künste bleibt. Hurra,
in Ewigkeit Frau Musica!

(von einem Chormitglied – unbenannt)